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Freiräume für Innovationen

15. Dezember 2018
Zum Jahresende fordert der BDD mehr Freiräume für Innovationen und ein gutes Klima für den digitalen Aufbruch. Ein Kommentar von BDD-Präsident Uwe Goebel.
 

Die Bundesregierung hat am 15. November im Rahmen ihrer Digitalklausur die Strategie Künstliche Intelligenz (KI) verabschiedet. Ziel der Strategie ist es, Deutschland zu einem führenden KI-Standort weltweit zu machen.

Dieser Schritt ist überfällig. Die technologische Entwicklung ist rasant. Wenn Deutschland und Europa jetzt nicht handeln, drohen die hiesigen Unternehmen, den Anschluss zu verlieren.

Auch im Dienstleistungsgewerbe ermöglichen KI-basierte Technologien völlig neue Geschäftsmodelle. Mithilfe von Algorithmen können Kundenbedürfnisse genauer und individueller identifiziert und bedient werden. Bestell- und Lieferprozesse können weiter optimiert werden. Im Bereich Service können Chatbots eine 24/7 Online-Kundenberatung bieten und somit Wartezeiten vermeiden.

Wer die Chancen der Digitalisierung nutzen möchte, muss investieren. Dafür brauchen die Unternehmen finanzielle Spielräume. Doch die hohen Sozialabgaben und Steuern sowie steigende Energiekosten belasten die Unternehmen und die Kaufkraft der Privathaushalte. Insofern ist die Entlastung von Unternehmen und Verbrauchern – etwa durch eine vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags noch in dieser Legislaturperiode – nicht nur ein Gebot der Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Vernunft.

Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen besteht die Gefahr der Überforderung. Investitionsstarke Unternehmen können den digitalen Wandel eher bewältigen, als kleinere mittelständische Betriebe. Deshalb sind insbesondere KMU auf Beratung und Förderprogramme angewiesen, um den Sprung in die digitale Welt erfolgreich zu bestehen.

Dafür setzen wir uns ein!

Uwe Goebel, BDD-Präsident

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